Wettbewerbskommission eröffnet Untersuchung gegen die Swisscom

Die Swisscom verlange bei Ausschreibungen von Projekten zur Vernetzung von Unternehmensstandorten mutmasslich zu hohe Preise. Das glaubt die Wettbewerbskommission (Weko). Eine Untersuchung läuft.

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Die Swisscom ist im Fokus der Wettbewerbskommission.

Die Swisscom ist im Fokus der Wettbewerbskommission.

Keystone

(mg) «Es bestehen Anhaltspunkte, dass die Swisscom ihre Marktposition im Bereich Breitbandanbindungen missbraucht hat», schreibt die Weko in einer Mitteilung vom Dienstag. So solle die Swisscom bei verschiedenen Ausschreibungen mutmasslich zu hohe Preise verlangt haben. Somit soll der Konzern Konkurrenten geschadet habe, diese seien bei solchen Projekte auf die Netzwerkinfrastruktur von Swisscom angewiesen. «Gemäss Indizien der Weko verrechnet ihnen Swisscom dafür zu hohe Preise, so dass sie kein konkurrenzfähiges Angebot einreichen können», heisst es in der Mitteilung weiter.

Bereits 2015 hat die Weko die Swisscom in einem ähnlich gelagerten Fall sanktioniert. Damals ging es um die Ausschreibung bei der Vernetzung der Poststandorte. Der Fall sei derzeit vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig.