Weniger Asylgesuche: Zahlen auf tiefstem Stand seit 2007

Im letzten Jahr haben 14'269 Menschen in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Weniger waren es letztmals im Jahr 2007. Wichtigstes Herkunftsland bleibt Eritrea.

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Die Zahl der Asylgesuche ist auf dem tiefsten Stand seit 2007.

Die Zahl der Asylgesuche ist auf dem tiefsten Stand seit 2007.

Keystone

(rwa) Gegenüber 2018 ging die Zahl der Asylgesuche um 6,5 Prozent zurück, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Freitag bekannt gab. Es begründet die Entwicklung mit der rückläufigen Migration über das zentrale Mittelmeer und dem Abkommen zwischen der EU und Türkei. Für dieses Jahr rechnet das SEM mit 15'000 neuen Asylgesuchen.

Am meisten Asylsuchende kamen auch letztes Jahr aus Eritrea. 2899 Gesuche von Bürgern des ostafrikanischen Landes gingen ein. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Afghanistan (1397), Türkei (1287) und Syrien (1100).

Erstmals präsentierte das SEM auch Zahlen zu den beschleunigten Verfahren, die seit letztem März angewendet werden. 3525 Fälle wurden in diesem Verfahren durchgeführt. Insgesamt hat das SEM 19'140 Asylgesuche erledigt. Die Anerkennungsquote betrug 31,2 Prozent. Die Schutzquote, die auch vorläufige Aufnahme einschliesst, lag bei 59,3 Prozent.