Weitere Massnahmen gegen Corona: Das Tessin schliesst die Baustellen

Im Tessin soll die Arbeit auf den Baustellen sofort niedergelegt werden. Das hat der Kanton am Samstag beschlossen. Senioren bekommen zudem ein «Einkauf-Verbot» erteilt.

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Eine Baustelle im Tessin. (Symbolbild)

Eine Baustelle im Tessin. (Symbolbild)

Keystone

(mg/sre) Das Tessin geht einen Schritt weiter als der Bundesrat. So müssen Aktivitäten auf den Baustellen auf Tessiner Kantonsgebiet sofort eingestellt werden, wie die Tessiner Behörden am Samstag mitteilen. Der kantonale Führungsstab könne Ausnahmen bewilligen, wenn Dringlichkeit oder besonderes öffentliches Interesse bestehe. 

Das Tessin ist einer der am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Kantone der Schweiz. Für ältere und gefährdete Menschen gibt es nun ein «explizites Verbot, selber einkaufen zu gehen». Senioren dürften nur in einigen Fällen zum Arzt gehen oder arbeiten. Laut der Tessiner Regierung sollen ältere Menschen Hilfe von Verwandten holen oder kommunale Dienste für die Hauszustellung nutzen.  Sie sollen sich auch nicht um die Betreuung von Kindern kümmern sollen.  Es sei weiterhin möglich, sich im Freien aufzuhalten, dabei müssten aber Distanz und Hygieneregeln eingehalten werden.

Eine noch drastischere Massnahme wäre eine Ausgangssperre. Diese können die Kantone aber nicht mehr in Eigenregie verhängen. Die angepasste bundesrätliche Verordnung vom Freitag lässt keinen solchen Spielraum mehr zu. So musste am Samstag auch der Kanton Uri seine bereits verhängte Ausgangsbeschränkung für Senioren wieder rückgängig machen.