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Zivildienst: Zahl der Zulassungen um 13,7 Prozent zurückgegangen

Im vergangenen Jahr wurden 5254 Personen zum Zivildienst zugelassen. Die Zahl der Zulassungen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent gesunken.

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Alternative zum Militärdienst: Seit 2018 geht die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst zurück. (Symbolbild)

Alternative zum Militärdienst: Seit 2018 geht die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst zurück. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Wegen der Pandemie stieg die Zahl der geleisteten Zivildiensttage 2020 etwas an: Insgesamt wurden 1,7 Millionen Diensttage gezählt, 2019 waren es 1,66 Millionen gewesen. Diese Zahlen veröffentlichte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Freitag. Dennoch sind die Kennzahlen beim Zivilschutz rückläufig: So sei die Zahl der Einsatzbetriebe im vergangenen Jahr von 4911 auf 4785 zurückgegangen.

Auch bei den Zulassungen zum Zivildienst setzte sich der rückläufige Trend der Jahre 2018 und 2019 fort. Insgesamt wurden 5254 Personen neu zum Zivildienst zugelassen, 13,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu den Gründen für den erneuten Rückgang gebe es keine gesicherten Erkenntnisse, so das WBF in einer Mitteilung.

Nur 56 Prozent der Gesuchsteller reichten ihr Gesuch vor Beginn der Rekrutenschule ein. 14 Prozent entschieden sich während der Ausbildung gegen den Wehrdienst. 30 Prozent stellten das Gesuch, nachdem sie die RS bereits abgeschlossen hatten.

Im Sommer hatte der Nationalrat eine Gesetzesänderung abgelehnt, mit der der Bundesrat höhere Hürden für den Zivildienst einführen wollte. Seit der Einführung des Zivildienstes als Alternative zum Militärdienst 1996 waren die Zulassungsgesuche über die Jahre stark angestiegen. Kritiker hatten deshalb befürchtet, dass eine zu einfache Alternative zum Wehrdienst geschaffen worden sei und höhere Hürden gefordert.

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