Wegen Coronavirus: EU gibt Schweizer Medtech-Branche Luft

Die EU-Kommission will die Einführung neuer Standards im Medizinalbereich um ein Jahr verschieben. Die Schweizer Medtechfirmen dürften davon profitieren.

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Die Schweizer Gesundheitstechnik-Branche erhält etwas Luft. (Symbolbild)

Die Schweizer Gesundheitstechnik-Branche erhält etwas Luft. (Symbolbild)

Keystone

(rhe) Der Entscheid hat sich angekündigt: Unter dem Eindruck der Coronakrise will die EU den nationalen Gesundheitsbehörden und der Medizinalbranche nicht noch das Leben schwer machen und verzögert die Einführung von neuen Standards um ein Jahr. Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorschlag angekündigt, der von den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament noch abgesegnet werden muss. Damit erhält auch die Schweizer Medtechbranche etwas Luft.

Ursprünglich hatte die EU-Kommission nämlich angedroht, den Schweizer Medtech-Firmen Ende Mai den EU-Marktzugang einzuschränken, weil es beim institutionellen Rahmenabkommen nicht vorwärts geht. Ohne neue EU-Regeln entfällt diese Drohkulisse aber nun. Die Anerkennung der Schweizer Standards dürfte solange gültig bleiben, bis die EU ihrerseits ihre neuen Regeln anwendet.