«Unser Land war völlig unterschiedlich betroffen»: Ständeratspräsident Hans Stöckli zieht Bilanz der «Corona-Tour»

Zusammen mit Nationalratspräsidentin Isabelle Moret hat Ständeratspräsident Hans Stöckli die von der Coronakrise am schwersten betroffenen Kantone besucht. Die Schweiz sei nicht überall gleich getroffen worden, sagt er.

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Statt Auslandsreisen haben Nationalratspräsidentin Isabelle Moret und Ständeratspräsident Hans Stöckli diesen Sommer Besuche in elf von der Coronakrise stark betroffenen Kantonen unternommen.

Statt Auslandsreisen haben Nationalratspräsidentin Isabelle Moret und Ständeratspräsident Hans Stöckli diesen Sommer Besuche in elf von der Coronakrise stark betroffenen Kantonen unternommen.

Keystone

(wap) Am Rande einer Medienkonferenz in Biel zog Ständeratspräsident Hans Stöckli in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine kurze Bilanz der «Corona-Tour», die er in diesem Sommer gemeinsam mit Nationalratspräsidentin Isabell Moret unternommen hat. Die Reisen in die von der Coronakrise am stärksten betroffenen Regionen hätten gezeigt, wie unterschiedlich stark die Kantone betroffen seien. So habe man die Krise etwa im Kanton Bern «in Würde» bewältigen können. Im Tessin oder in Genf sei die Lage ungleich dramatischer gewesen. Die Reaktion des Bundes sei überall gelobt worden. Die Menschen hätten sich dankbar gezeigt, dass der Bundesrat schnell gehandelt habe. Auch habe sich gezeigt, wie wichtig ein starker Staat und ein gutes Gesundheitswesen seien.

Nun gelte es, eine zweite Welle zu verhindern. Dazu seien an vielen Orten Verbesserungen nötig, so Stöckli. Handlungsbedarf bestehe beim Testen, bei der Materialbeschaffung und bei den Rückkehrern aus Risikogebieten. Es müsse erste Priorität haben, Infizierte schnell zu isolieren und Personen zu finden, die sie angesteckt haben könnten.