Teheran bestellt Schweizer Geschäftsträger ein – Bern mahnt Iran und USA zu Besonnenheit

Nach dem US-Angriff auf einen iranischen General vermittelt die Schweizer Botschaft in Teheran Nachrichten zwischen den USA und dem Iran. Die Schweiz ruft dazu auf, jede Eskalation zu vermeiden.

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Der tödliche US-Angriff auf einen iranischen General bewegt im Iran die Massen – und verlangt Vermittlungsbemühungen der Schweiz.

Der tödliche US-Angriff auf einen iranischen General bewegt im Iran die Massen – und verlangt Vermittlungsbemühungen der Schweiz.

Bild: Abedin Taherkenareh, EPA

Am Freitagmorgen ist in Teheran ein Mitarbeiter der Schweizer Botschaft ins iranische Aussenministerium einberufen worden. Auf Anfrage bestätigt das Aussenministerium in Bern, dass der sogenannte Geschäftsträger dabei von den iranischen Behörden über deren Position zum Angriff informiert wurde. Der Schweizer Vertreter habe seinerseits die Botschaft der USA überbracht.

Die Einberufung nach dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani steht demnach im Zusammenhang mit dem Schutzmachtmandat, in dessen Rahmen die Schweiz die Interessen der USA im Iran vertritt. «Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Region» ruft die offizielle Schweiz zudem «beide Seiten dazu auf, jegliche Eskalationen zu vermeiden».

Wie das Aussendepartement in Bern weiter mitteilt, wird der Schweizer Botschafter heute wie geplant nach Teheran zurückkehren. (sva/sat)

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