SVP-Präsidium: Frist läuft ab und der einzige Kandidat will vielleicht doch nicht

Bis am Samstag konnten die Kantonalparteien Vorschläge für die Nachfolge des SVP-Präsidiums einreichen. Alfred Heer, der einzige offiziell gemeldete Kandidat, gibt sich jedoch sehr zurückhaltend.

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Am 28. März sollen die Delegierten der SVP Schweiz seine Nachfolge bestimmen: Albert Rösti hat die Partei seit 2016 geführt.

Am 28. März sollen die Delegierten der SVP Schweiz seine Nachfolge bestimmen: Albert Rösti hat die Partei seit 2016 geführt.

Keystone

(gb.) Begeisterung klingt anders. «Das ist nicht etwas, was ich anstrebe, oder suche», sagte Alfred Heer am Samstagmittag in einem Interview mit Radio SRF. «Wenn die Kommission sagt, ich sei ungeeignet, bricht für mich keine Welt zusammen.»

Das Interview findet am Tag statt, an dem die Frist für die Kantonalparteien, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu melden, abläuft. Alfred Heer ist bislang der einzige offizielle Kandidat. Er wurde letzte Woche von der SVP Kanton Zürich vorgeschlagen.

Im Interview mit Radio SRF relativierte er sein Interesse aber. Auf die Frage des Moderators, warum er SVP-Präsident werden wolle, sagte er: «Ich will nicht Präsident werden». Die Kantonalpartei habe ihn vorgeschlagen – in seinem Willen natürlich, fügte er hinzu. Er wolle sich mit der Findungskommission aber zunächst einmal über das Anforderungsprofil unterhalten. Er habe ein klares Konzept für das Präsidium, möchte dieses aber mit der Findungskommission besprechen, nicht im Radio, sagte Heer.

Die Findungskommission wird von Alt-Nationalrat Caspar Baader geleitet. Wie die Kommission die Suche fortsetzen will und ob es auch inoffizielle Kandidaten gebe, war am Samstag nicht in Erfahrung zu bringen.