Suizidhilfe
913 Menschen nahmen 2020 Freitodbegleitung mit Exit in Anspruch

Trotz Coronapandemie verzeichnete die Sterbehilfeorganisation Exit auch 2020 mehr Beitritte. Im Vergleich zum Vorjahr liessen sich zudem mehr Menschen beim Freitod begleiten.

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Das Schlafmittel Pentobarbital wird häufig von Sterbewilligen zu Hause eingenommen. (Symbolbild)

Das Schlafmittel Pentobarbital wird häufig von Sterbewilligen zu Hause eingenommen. (Symbolbild)

Keystone

(keg) Jedes Jahr werden Tausende Menschen Mitglied von Exit, der grössten Sterbehilfeorganisation der Schweiz. Das vergangene Jahr war keine Ausnahme: 11'000 neue Mitglieder meldeten sich an, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Damit bestätigt sich der Trend. Die Sterbehilfeorganisation vermeldet seit rund zwölf Jahren jährlich mehrere tausend Neumitglieder.

913 kranke Menschen schieden im vergangenen Jahr mit Hilfe von Exit aus dem Leben. Damit nahmen 51 Personen mehr als 2019 den Dienst der Suizidbegleitung in Anspruch. Ein Grund dafür sei die deutliche Alterung der Gesellschaft, schreibt Exit.

Die häufigste Grunddiagnose bei den Sterbenden seien Krebsleiden, Alterspolymorbität, chronische Schmerzen sowie Herzerkrankungen gewesen.

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