Standseilbahn
Braunwald bleibt autofrei – Glarus klärt andere Erschliessungsvarianten ab

Einer der wenigen autofreien Orte soll definitiv nicht mit einer Strasse erschlossen werden. Die Glarner Regierung erteilt Ideen, vom Susten oder Talgrund nach Braunwald eine Strasse zu bauen, eine Abfuhr.

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Die Bergterrasse von Braunwald soll verkehrsfrei bleiben. Glarus will Ideen für eine Strassenerschliessung definitiv nicht weiterverfolgen.

Die Bergterrasse von Braunwald soll verkehrsfrei bleiben. Glarus will Ideen für eine Strassenerschliessung definitiv nicht weiterverfolgen.

HO

Wie der Kanton Glarus am Montag mitteilte, sollen zwei Varianten zur künftigen Erschliessung der Glarner Bergterrasse nun detailliert abgeklärt werden. Erstere sähe den Neubau einer 10er-Gondelbahn vor, vorab für Personentransporte und leichte Güter. Gleichzeitig würde die bestehende Standseilbahn für sperrige Güter ausgebaut. Bei der zweiten Variante soll die Standseilbahn auf dem bestehenden Trassee neu gebaut und die Bergstation entweder ost- oder westwärts verschoben werden.

In einer eben durchgeführten Mitwirkung hat sich laut Glarner Regierung keine Anspruchsgruppe für den Neubau einer Strasse ausgesprochen. Und zwar weder vom Sustenpasse noch vom Urnerboden her. Die nun beschlossenen weiteren Abklärungen für die Erschliessung Braunwalds sollen «mindestens ein Jahr» dauern. Für die Erneuerung der Erschliessung müsse je nach Variantenwahl dann mit 5 bis 15 Jahren gerechnet werden.

Braunwald gilt als einer von acht Orten in der Schweiz die autofrei sind. Seit 2006 sind für die Erneuerung des Zubringers verschiedene Vorstudien und Arbeiten erstellt worden. Bereits 2017 wurde eine Verlegung der Bergstation empfohlen. Danach ist vor zwei Jahren die neue, nun von der Regierung verabschiedete Abklärung in Auftrag gegeben worden. (sat)

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