Stadt Bern rechnet wegen Coronakrise mit roten Zahlen

Die Coronapandemie belastet die öffentlichen Finanzen erheblich. Das spürt auch die Stadt Bern. Sie budgetiert wegen Steuerausfällen für nächstes Jahr einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.

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Die Berner Stadtregierung setzt den Rotstift an. Wegen der Coronakrise dürften die Steuereinnahmen deutlich zurückgehen. (Symbolbild)

Die Berner Stadtregierung setzt den Rotstift an. Wegen der Coronakrise dürften die Steuereinnahmen deutlich zurückgehen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Die Coronakrise könne zu einer Rezession führen, deren Bewältigung einige Jahre dauern werde, fürchtet die Berner Stadtregierung. Am Donnerstag hat sie das Budget 2021 verabschiedet. Dieses sieht ein Defizit von 37,3 Millionen Franken vor. Auch für die Jahre 2022 bis 2024 erwartet die Regierung Verluste in dieser Grössenordnung, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Gemeinderat hat die Steuererträge deshalb stark nach unten korrigiert. So rechnet er für das nächste Jahr mit einem um fast 70 Millionen tieferen Steuerertrag als in diesem Jahr. Die Regierung schätzt, dass sich die Steuererträge in den Jahren darauf wieder erholen werden.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Krise hat die Berner Stadtregierung Sparmassnahmen in der Höhe von 23,5 Millionen Franken beschlossen. Zusätzlich baut die Stadt 17 Stellen ab.

Bern hatte bereits im Januar ein massives Sparprogramm angekündigt, weil die Stadt letztes Jahr 30 Millionen Franken weniger Steuern eingenommen hat als budgetiert.