Zürich sagt ja zu einem neuen Hardturm-Stadion

Der Widerstand gegen den Bau eines neuen Stadions am Standort Hardturm ist gescheitert. Die Zürcher Bevölkerung sagt mit 59 Prozent Ja zu dem Projekt.

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Mit der Idylle auf der Industriebrache Hardturm ist es bald vorbei: Die Zürcherinnen und Zürcher wollen Hochhäuser und ein Fussballstadion.

Mit der Idylle auf der Industriebrache Hardturm ist es bald vorbei: Die Zürcherinnen und Zürcher wollen Hochhäuser und ein Fussballstadion.

Keystone

(wap) Die Bevölkerung der Stadt Zürich hat den Gestaltungsplan «Areal Hardturm-Stadion» mit einer Mehrheit von 59,1 Prozent angenommen. Dabei haben alle Stadtkreise der Vorlage zugestimmt. Unterstützt wurde das Projekt von FDP und SVP, den Mitteparteien CVP, BDP und GLP sowie der EVP. Die Nein-Parole ausgegeben hatten die linken Parteien Alternative Liste, die Grüne Partei und die SP, wobei sich letztere im Abstimmungskampf nicht engagiert hatte.

Vorgesehen ist, auf dem Gelände des früheren Hardturmstadions zwei Hochhäuser von 137,6 Metern Höhe zu bauen. In diesen sollen Wohnungen im oberen Preissegment und Büroräumlichkeiten angeboten werden, mit den Einnahmen soll das eigentliche Stadion querfinanziert werden. Als Zugeständnis an die Forderung nach einer Durchmischung des Quartiers ist auf der anderen Seite des Areals ausserdem ein Genossenschaftsbau mit 174 Wohnungen vorgesehen.

Widerstand gab es vor allem aus dem Quartier selbst. Bis jetzt ist das Hardturmareal eine urbane Brache, die für verschiedene Zwischennutzungen zur Verfügung steht. Im Besitz der Stadt ist das Areal aber nur auf Zeit: Wird das Stadion bis 2035 nicht bebaut, fällt es laut Vertrag an die ursprüngliche Besitzerin Credit Suisse, die dann eine eigene Überbauung erstellen kann. Die Gegner des Projekte haben nach der Abstimmung alle politischen Mittel ausgeschöpft. Offen bleibt, ob der weitere Fortgang des Stadionprojektes mittels Einsprachen bekämpft werden wird.