SRF streicht «ECO» und «sportaktuell» aus dem Programm

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) will künftig vermehrt ein Publikum unter 45 Jahren ansprechen. Langjährige Formate wie «Eco» und «sportaktuell» werden gestrichen.

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SRF will vermehrt auf digitale Kanäle setzen und spart derweil im linearen Programm.

SRF will vermehrt auf digitale Kanäle setzen und spart derweil im linearen Programm.

Keystone

(agl) Das SRF baut sein Angebot ab. «Um uns digital weiterzuentwickeln, müssen wir unser lineares Programm anpassen und dort teilweise reduzieren», wird SRF-Direktorin Nathalie Wappler in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Während das Wirtschaftsmagazin «ECO» ab dem nächsten Jahr in einen wöchentlichen Talk umgewandelt wird, kommt die tägliche Sportsendung «sportakutell» nach der Corona-Pause gar nicht mehr ins Programm zurück. Ab 2021 werden zudem Formate wie «Viva Volksmusik», «Einstein Spezial» so wie Übertragungen von Veranstaltungen wie «Art on Ice» gestrichen.

Im Gegenzug zur Sportsendung will SRF vermehrt über die Super League und die National League berichten, mit zusätzlichen Ausgaben von «Super League Goool» und «eishockeyaktuell». Ebenfalls reduzieren will SRF beim Einkauf von internationalen Filmen und Serien sowie im Radiobereich bei den Jazz- und Klassikproduktionen sowie bei Literatur- und Religionssendungen.

Stärkerer Fokus auf digitale Kanäle

Die Programmänderungen sind Teil des Projekts «SRF 2024», welches letzten November startete. Die Mitarbeitenden wurden am Donnerstag über die ersten geplanten Veränderungen informiert. Das Ziel ist es, die Nutzerinnen und Nutzer – insbesondere die jungen – besser zu erreichen. Ab 2021 führt SRF dazu ein neues Betriebsmodell ein, welches schnellere Reaktionen auf aktuelle Markttrends und Zielgruppen-Bedürfnisse ermöglichen soll.

Das neue Motto lautet dabei: digital first – zuerst das Digitale. SRF will die News-App weiterentwickeln und die Präsenz auf Youtube und Instagram stärken. Auch das Sportangebot soll sich stärker auf digitale Kanäle und ein jüngeres Publikum ausrichten. Die verschiedenen Fachredaktionen sollen im digitalen Bereich zusätzliche Ressourcen erhalten, zudem will SRF einen neuen Storytelling-Desk sowie ein Investigativ-Team schaffen.