Smart Village
Gemeinden arbeiten bei der Digitalisierung am liebsten alleine

Nur eine Minderheit der Gemeinden in der Schweiz setzt bei der Digitalisierung auf Kooperation. Kostensenkungen erwarten sie kaum, dennoch glauben sie an eine Effizienzsteigerung.

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Den Weg zum «Smart Village» gehen die meisten Gemeinden am liebsten allein. (Symbolbild)

Den Weg zum «Smart Village» gehen die meisten Gemeinden am liebsten allein. (Symbolbild)

Keystone

Schweizer Kommunen setzen grosse Hoffnungen auf die Digitalisierung, befürchten aber, selbst nicht auf dem neusten Stand zu sein: Dieses Bild zeigt eine vom Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) in Zusammenarbeit mit dem Verein «Myni Gmeind» durchgeführte Umfrage unter 460 Gemeinden, die am Freitag veröffentlicht wurde. Drei von fünf der befragten Städte und Gemeinden gaben demnach an, sie hinkten den aktuellen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung hinterher, heisst es in einer Mitteilung des SGV.

80 Prozent erhoffen sich von der weiteren Digitalisierung Effizienzsteigerungen. Nur 21 Prozent sind aber der Ansicht, dass damit auch tatsächlich Kosten gespart werden könnten. Was die Umfrage auch zeigt: Die Städte und Gemeinde scheuen die Zusammenarbeit mit ihren Nachbarn. Nur jede vierte Gemeinde setze bei der Digitalisierung auf eine Kooperation mit anderen Kommunen, 75 Prozent bevorzugten den Alleingang. 40 Prozent der Gemeinden arbeiteten mit externen Dienstleistern, 36 Prozent ohne.

Dieser Befund lasse aufhorchen, schreibt der SGV. Denn: «Unter Experten herrscht die Überzeugung vor, dass Kooperationen und Erfahrungsaustausch gerade in Digitalisierungsprozessen unerlässlich sind.» (wap)