Sinkende Renten und Angst um Arbeitsplatz machen den Schweizer Sorgen

Der Sicherheitsmonitor des Schweizerischen Versicherungsverbandes zeigt auf, wo den Schweizer und Schweizerinnen der Schuh drückt. Neben der Sorge um die Stelle beschäftigt auch der Klimawandel.

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Ein Viertel aller Befragten schätzt die Gefahr, in den nächsten zehn Jahren arbeitslos zu werden, als gross ein. (Symbolbild)

Ein Viertel aller Befragten schätzt die Gefahr, in den nächsten zehn Jahren arbeitslos zu werden, als gross ein. (Symbolbild)

Gaetan Bally / Keystone

(mg) Schweizer und Schweizerinnen fühlen sich sicher. Das geht aus einer Befragung der Forschungsstelle Sotomo zusammen mit der Militärakademie der ETH Zürich im Auftrag des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) hervor. Im SVV-Sicherheitsmonitor kann aber eine kleine Verschiebung beobachtet werden: Und zwar von «sehr sicher» zu «ziemlich sicher». «Deutlich gestiegen ist die Befürchtung, die Arbeit zu verlieren», sagt Sotomo-Leiter Michael Hermann laut einer Mitteilung vom Freitag. Ein Viertel schätzt die konkrete Gefahr, arbeitslos zu werden, in den nächsten zehn Jahren als gross ein.

Neben dem Arbeitsplatz ist das familiäre Umfeld weiterhin der relevanteste Faktor für das Sicherheitsempfinden. Sorge bereitet den Befragten dagegen die Altersvorsorge. So würden drei Viertel der Schweizer Bevölkerung sinkende Renten erwarten. «Ginge es nach der Mehrheit, sollte die Last zur Behebung des Finanzlochs auf die ganze Bevölkerung – und nicht allein auf die arbeitende Bevölkerung – verteilt werden», heisst es in der Mitteilung. Vielfach würde auch ein höheres Rentenalter als Lösungsansatz genannt.

Grund für Besorgnis sehen die Befragten auch im Klimawandel. 80 Prozent der Bevölkerung schätzt die Auswirkungen des Klimawandels als grosses Risiko ein, heisst es im SVV-Sicherheitsmonitor.