Schweizer kompensieren soviel Treibhausgase wie nie zuvor

Die Stiftung myclimate vermeldet einen Erfolg im Kampf gegen die Klimaerwärmung: Die CO2-Kompensationen haben im letzten Jahr einen Rekordwert erreicht.

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Kompensationen für Flugreisen machen 55 Prozent des Umsatzes von myclimate aus.

Kompensationen für Flugreisen machen 55 Prozent des Umsatzes von myclimate aus.

Symbolbild: Keystone

(wap) 2019 haben die Schweizer fast doppelt soviel CO2-Emmissionen wie im Vorjahr kompensiert. Darauf deutet eine Auswertung von myclimate hin: Die Kompensationsmassnahmen, welche über die Stiftung verbucht wurden, stiegen um 177 Prozent, wie myclimate am Donnerstag bekanntgab. Der Trend zeige sich sowohl auf ihrer eigenen Seite als auch bei Partnerseiten wie den Fluggesellschaften Swiss und Lufthansa.

«Wir sehen, dass das Thema Klimaschutz die Menschen nicht nur auf die Strasse bringt, sondern bei vielen auch den Wunsch nach konkretem Handeln auslöst», kommentierte Geschäftsführer Stephen Neff laut Mitteilung.

Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz auf 4,5 Millionen Euro. Insgesamt kompensierten die Konsumentinnen und Konsumenten Emissionen in der Höhe von 175'000 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Eine Autofahrt von Zürich nach Bern verursacht Emissionen von rund 15 kg CO2.

Am meisten Kompensationen gab es bei Flugreisen: Rund 55 Prozent des Umsatz stammen daraus. Lediglich 7,5 Prozent sind Kompensationen für Autofahrten. Der überwiegende Anteil des Geldes kommt aus der Schweiz, insgesamt gingen Spenden und Kompensationen aus 96 Ländern ein.