Schweizer kaufen trotz Krise im Ausland ein – nun gibt es dafür Bussen

Wer die Schweiz verlassen will, kann dies an bewachten Grenzübergängen weiterhin tun. Wer aber mit Einkäufen zurückkommt, muss mit einer Busse von hundert Franken rechnen.

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Die Schweizer Grenzwächter haben während der Krise viel zu tun.

Die Schweizer Grenzwächter haben während der Krise viel zu tun.

Keystone

(wap) Der Bundesrat fordert die Bevölkerung auf, den Einkaufstourismus über die Grenze während der Krise sein zu lassen. Nach wie vor wird nämlich rege im Ausland eingekauft. Für das Personal an der Grenze bedeute dies einen unnötigen Mehraufwand, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Wo festgestellt werde, dass jemand die Grenze nur zum Einkaufen überschritten habe, werde deshalb eine Busse von 100 Franken ausgesprochen – wohlgemerkt nicht wegen des Einkaufs an sich, sondern wegen «Behinderung der Arbeit der Grenzschutzbehörde».

Weiter hat der Bundesrat festgelegt, unter welchen Umständen nicht in der Schweiz wohnhafte Ausländer weiterhin einreisen dürfen. Als triftige Gründe gelten die Betreuung von kranken und betagten Familienmitgliedern, bei geschiedenen oder getrennten Paaren der Besuch der eigenen Kinder im Rahmen des Besuchsrechts, wichtige Gerichtstermine und nicht aufschiebbare geschäftliche Besprechungen sowie das Fortsetzen einer medizinischen Behandlung.

Die Ausreise sei aus Schweizer Sicht weiterhin problemlos möglich, allerdings fordert der Bundesrat dazu auf, die im jeweiligen Nachbarland geltenden Bestimmungen zu beachten. Derzeit haben alle Nachbarländer der Schweiz bis auf das Fürstentum Liechtenstein ihre Grenzen weitgehend geschlossen.