Schweizer Bischofskonferenz stellt Schutzkonzept für Beerdigungen und Gottesdienste vor

Die Schweizer Bischofskonferenz drängt auf eine Öffnung der Gottesdienste. Und empfiehlt, Beerdigungsfeiern wenn möglich im Freien abzuhalten.

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Noch bleiben die Bänke während den Gottesdiensten in Schweizer Kirchen leer. (Symbolbild)

Noch bleiben die Bänke während den Gottesdiensten in Schweizer Kirchen leer. (Symbolbild)

Keystone

(gb.) Am 16. April beschloss der Bundesrat, dass Beerdigungen nicht mehr nur im «engsten Familienkreis» durchgeführt werden dürfen. Nun hat sich auch die Schweizer Bischofskonferenz zu diesem Entscheid geäussert. Der Tod eines Menschen sei nicht nur Anlass zur Trauer, sondern auch ein soziales Ereignis, heisst es in einer Mitteilung der Bischofskonferenz vom Montag.

Wer zum «Familienkreis» gehört, sollten die Angehörigen demnach selber entscheiden. Wichtig sei aber, die Abstandsregeln einzuhalten, die Anzahl der Personen so klein wie möglich zu halten und an die Örtlichkeit anzupassen. Wenn möglich, sollten Beerdigungen im Freien am Grab stattfinden oder verschoben werden.

Kein Kollektekörbchen, kein Weihwasser

In der Mitteilung stellt die Bischofskonferenz auch ein Schutzkonzept für Gottesdienste vor. Diese sind zurzeit nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit erlaubt. Gestützt auf die in der Verfassung verankerte Religionsfreiheit befürwortet die katholische Kirche eine Lockerung dieses Regelung. Die Besucherzahl soll aber auf ein Drittel der eigentlichen Kapazität der Kirchen beschränkt werden. Unter anderem soll auf das Herumreichen des Kollektenkörbchens und auf den Gebrauch von Weihwasser verzichtet werden.

Die Bischofskonferenz schlägt zudem eine Alternative zum Kirchgang vor: «Das Gebet soll vor allem zu Hause in den Familien, aber auch von Alleinstehenden gepflegt oder neu entdeckt werden», heisst es in der Mitteilung.