Schweiz unterstützt internationale Coronahilfe mit 400 Millionen Franken

Das Coronavirus verschärft die prekäre Situation in Entwicklungsländern zusätzlich. Der Bundesrat hat nun beschlossen, internationale Aktionen zu unterstützen. Ziel der Finanzspritzen sei die Stabilisierung armer Länder.

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Der Bundesrat will die prekäre Situation in Entwicklungsländern mit finanziellen Mitteln abfedern. (Symbolbild)

Der Bundesrat will die prekäre Situation in Entwicklungsländern mit finanziellen Mitteln abfedern. (Symbolbild)

Keystone

(dpo/sku) Die Coronapandemie trifft vor allem Staaten besonders hart, die von Armut, Konflikten und Katastrophen geprägt sind. Wenn die Ärmsten der Welt nicht mehr arbeiten könnten, sei es ihnen auch nicht möglich, ihre Familie zu ernähren, heisst es in einer Mitteilung des Aussendepartement (EDA). Der Bundesrat hat sich bereit erklärt, 400 Millionen Franken an internationale Bemühungen bereitzustellen, um diese Entwicklung abzufedern.

Den Entscheid des Bundesrates stellte Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag den Medien in Bern vor. Cassis betonte, dass das Ziel dieser Finanzspritzen die Stabilisierung der armen Länder sei, womit der Frieden bewahrt werden und die globale Stabilität unterstützt werden soll. «Nur in einer stabilen Welt, ist es auch in Zukunft möglich, sich sicher zu fühlen, sich frei zu bewegen und von einem gut funktionierenden Arbeitsmarkt zu profitieren», sagte Cassis.

Welche Länder konkret unterstützt werden, hänge von Aufrufen aus den betroffenen Ländern ab. Die Unterstützung soll nicht nur finanziell, sondern auch in Form von Hilfsgütern funktionierten, präzisierte Manuel Bessler, Chef des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Bislang habe die Schweiz Hilfsgüter im Wert von 1,4 Millionen Franken an hilfsbedürftige Länder wie etwa China, Serbien oder Nepal verteilt.

Parlament wird in der Sommersession entscheiden

Mit dem Hilfspaket kommt die Landesregierung dringenden Aufrufen nach finanzieller Unterstützung von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation WHO nach.

In einem ersten Schritt will der Bundesrat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 200 Millionen Franken gewähren. Dieses muss innerhalb von sieben Jahren zurückbezahlt werden. Weiter sollen 25 Millionen an einen Katastrophenfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) fliessen.

Über beide Kredite wird das Parlament in der Sommersession entscheiden. Laut Mitteilung wird der Bundesrat in einem zweiten Schritt im Mai über weitere Beiträge in der Höhe von 175 Millionen Franken an verschiedene internationale Organisationen befinden.