Radio und Fernsehen kosten im nächsten Jahr 30 Franken weniger

Statt 365 müssen Privathaushalte 2021 nur noch 335 Franken abliefern. Auch die Wirtschaft muss weniger Abgaben leisten. Die SRG erhält 50 Millionen Franken mehr.

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Die SRG erhält nächstes Jahr mehr Geld, dennoch müssen die Haushalte weniger Abgaben abliefern. Dies ist möglich, weil mehr Haushalte zahlungspflichtig sind, als man zunächst gemeint hat.

Die SRG erhält nächstes Jahr mehr Geld, dennoch müssen die Haushalte weniger Abgaben abliefern. Dies ist möglich, weil mehr Haushalte zahlungspflichtig sind, als man zunächst gemeint hat.

Keystone

(wap) In der Schweiz müssen mehr Haushalte die Radio- und Fernsehabgabe bezahlen, als man ursprünglich erwartet hat. Aus diesem Grund könne man die Abgabe 2021 um 32 Franken pro Haushalt senken, meldete der Bundesrat am Donnerstag in einer Medienmitteilung und der Sprecher des Bundesrates via Twitter:

Kollektivhaushalte müssen statt 730 noch 670 Franken abliefern. Mit einem neuen Tarifsystem soll auch die Wirtschaft entlastet werden. Denn alle Betriebe mit einem Umsatz über 500'000 Franken sind ebenfalls gezwungen, die Abgabe zu bezahlen. Für 93 Prozent der Unternehmen werde die Abgabe 2021 tiefer ausfallen.

Um die Werbeausfälle während der Coronakrise aufzufangen, erhält die SRG ausserdem mehr Geld. 50 Millionen Franken sollen zusätzlich nach Zürich fliessen. Insgesamt wird die SRG aus der Abgabe mit 1,25 Milliarden Franken alimentiert werden. Sechs Prozent der eingezogenen Mittel werden an private Radio- und Fernsehstationen verteilt. Ebenfalls zu den Profiteuren gehört die Nachrichten- und Fotoagentur Keystone-SDA-ATS. Der Beitrag an die Agentur durfte bisher nicht mehr als zwei Millionen Franken betragen, diesen Plafond erhöht der Bundesrat nun auf vier Millionen Franken.

Wegen der Coronakrise sei mit einem höheren Debitorenausfall zu rechnen, meldet der Bund weiter. Konkret bedeutet dies, dass mehr Haushalte und Unternehmen Mühe haben werden, die Radio- und Fernsehabgabe zu bezahlen. Die Ausfälle sollen aus einem Abbau des Überschusses beglichen werden.

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