Psyche

Uni Basel startet neue Online-Umfrage: Wie sehr stresst uns die zweite Coronawelle?

Forscher der Universität Basel lancieren die mittlerweile dritte Umfrage zu den psychischen Folgen der Coronapandemie. Ziel sei es, Strategien zu identifizieren, wie die Bevölkerung die Krise besser meistern kann.

Drucken
Teilen
Ist die Maskenpflicht ein Stressfaktor? Dies will die Universität Basel mit einer Umfrage herausfinden. (Symbolbild)

Ist die Maskenpflicht ein Stressfaktor? Dies will die Universität Basel mit einer Umfrage herausfinden. (Symbolbild)

Keystone

(sil/dpo) Die zweite Coronawelle ist da und eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Das sind keine guten Voraussetzungen für die psychische Gesundheit der Bevölkerung. Darum lanciert die Universität Basel die dritte Umfrage im Rahmen ihrer «Swiss Corona Stress Study», um die psychischen Folgen der zweiten Covid-19-Welle benennen zu können, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Die Ergebnissen der neuen Umfrage sollen mit denjenigen der ersten beiden Befragungen verglichen werden und enthält Fragen zu den aktuellen Massnahmen sowie deren Konsequenzen auf das alltägliche Leben. Der Studienleiter Professor Dominique De Quervain sagt gegenüber CH Media: «Wir wollen wissen, wie die Menschen mit der Maskenpflicht umgehen, wie sehr es sie belastet, dass kulturelle Veranstaltungen abgesagt sind oder dass sie ihre sozialen Kontakte einschränken müssen.»

Strategien identifizieren, um die Krise zu überstehen

De Quervain und sein Team wollen Veränderungen im Vergleich zum Frühling sowie Strategien identifizieren, mit denen die Bevölkerung besser die Krisenzeit überstehen könne. Ein Ziel sei es, die Ergebnisse der Umfragen dafür zu nutzen, die Bevölkerung besser über künftige Massnahmen informieren zu können.

Die erste Befragung der «Swiss Corona Stress Study» mit rund 10'000 Teilnehmenden fand vom 6. bis 8. April, statt. Die Ergebnisse zeigten: Die Hälfte der Befragten fühlte sich zu dieser Zeit gestresster als vor der Coronakrise. Die Häufigkeit von schweren depressiven Symptomen hatte sich fast verdreifacht. Gleichzeitig gab ein Viertel der Befragten an, dass sie weniger Stress empfinden würden.