Privatklinikgruppe stellt sich in den Dienst der öffentlichen Gesundheitsversorgung

Die Privatklinikgruppe Swiss Medical Network stoppt alle nicht dringend notwendigen Behandlungen und stellt ihre Ressourcen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Über eine Entschädigung lasse sich später sprechen.

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Spitalbetten sind derzeit Mangelware.

Spitalbetten sind derzeit Mangelware.

Keystone

(wap) Die 13 Kliniken der Gruppe Swiss Medical Network (SMN) stehen ab sofort dem öffentlichen Gesundheitswesen zur Verfügung. Sie hätten alle nicht dringend notwendigen Behandlungen ausserhalb der Akutversorgung gestoppt, gab die Gruppe am Freitag bekannt.

Die Privatspitäler stünden nun unter Leitung der jeweiligen kantonalen Krisenstäbe, alle Ressourcen stünden zur Verfügung. «Wir sind nun vollständig in die Massnahmen integriert und bildet zusammen mit dem öffentlichen Sektor eine gemeinsame Front, um diese Krise so schnell wie möglich zu überwinden», schreibt die SMN. Die Frage der finanziellen Entschädigung bleibe vorerst im Hintergrund.

Gleichzeitig wurde die Arbeitszeit verkürzt. Alle personellen, materiellen und infrastrukturellen Ressourcen seien als Reserve in die kantonalen Gesundheitsmassnahmen integriert. In den Kantonen Freiburg und Wallis sind die Einrichtungen der SMN bereits von den Kantonen beschlagnahmt worden.