Pfadilager «Mova»
Ein grossartiges Abenteuer im Wallis geht zu Ende

Über 30'000 Pfadis haben im Bundeslager zwei Wochen lang Spass, Abenteuer und Freundschaft erlebt. Am Samstag reisten sie wieder nach Hause. Mit dabei: ein Rucksack voller Eindrücke.

André Bissegger
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«Gemeinsam Grosses bewegen» war das Motto des Bundeslagers mit dem Namen «Mova». Das zeigte sich auch bei zahlreichen Zeremonien wie etwa der Feier am 1. August.

«Gemeinsam Grosses bewegen» war das Motto des Bundeslagers mit dem Namen «Mova». Das zeigte sich auch bei zahlreichen Zeremonien wie etwa der Feier am 1. August.

Keystone

Über 800 Pfadigruppen aus der ganzen Schweiz, rund 5000 Helferinnen und Helfer und zahlreiche internationale Gäste verbrachten die vergangenen zwei Wochen im Wallis. Täglich befanden sich gut 30'000 Personen auf dem Lagerplatz in Goms. Nun ist Schluss: Am Samstag endete offiziell das grösste Bundeslager aller Zeiten oder wie Marc Haring – Pfadiname «Speedy» – auf Anfrage von CH Media sagte: «Alles Gute hat einmal ein Ende.»

Bereits am Freitag reisten rund 5000 Wölfli nach Hause. Am Samstag folgten weitere 20'000 Pfadi und Pio, die mit dem ÖV in ihre Heimat transportiert wurden. «Es läuft alles sehr ruhig und geordnet», sagte «Speedy». Trotz Heimreise sei die Stimmung gut. «Die Kinder sind müde und freuen sich auf ihr Zuhause, die Familie und ihr Bett.» Trotzdem liege ein Hauch von Wehmut in der Luft: «Denn es war eine grandiose und wunderbare Zeit im Goms.»

Kinder erlebten «Zeit ihres Lebens»

Entsprechend positiv fällt denn auch sein Fazit aus. «Wir sind rundum zufrieden» sagte er. «Es war schön, die ganze Pfadibewegung an einem Ort zu sehen und auch ihre ganze Kraft zu erleben.» Auf dem ganzen Lagerplatz gab es nur strahlende Gesichter. «Die Kinder hatten mit schönen und abenteuerlichen Momenten die Zeit ihres Lebens.»

Natürlich sei nicht alles reibungslos abgelaufen und es habe Anpassungen gebraucht – etwa als man sah, welche Toiletten-Anlagen mehr gebraucht wurden als andere. «Aber unsere Strukturen haben funktioniert und es gab nie ein Problem, das wir nicht lösen konnten», sagte «Speedy».

Sein persönlicher Höhepunkt war denn auch, als vor zwei Wochen die ersten Pfadis anreisten. «Sie waren voller Vorfreude und ganz ‹zappelig›», sagte er. «Wir hatten die vergangenen fünf Jahre darauf hingearbeitet und viel Zeit investiert, um zu sehen, wie sich der Lagerplatz mit Leben füllt.» Dann zu sehen, dass alles so funktioniere, wie man es sich überlegt habe, sei grossartig gewesen.

Innert einer Woche wird alles zurückgebaut

Nun ist alles wieder vorbei. Die ersten Aufräumarbeiten haben bereits begonnen. Die Abteilungen hatten vor der Abreise die kleinen Sachen selbst abgebaut. Die grossen Bauten und die Infrastruktur werden in den kommenden Tagen zurückgebaut. «Die Idee ist, dass wir die Fläche in gut einer Woche an die Gemeinde zurückgeben können», sagte «Speedy».