Petition
Der Bund soll dem Bauernhofsterben Einhalt gebieten

Mit einer Petition macht die Kleinbauernvereinigung auf das Bauernhofsterben in der Schweiz aufmerksam. Sie will, dass der Bund dem Trend hin zu wenigen Grossbetrieben Einhalt gebietet.

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Eine Petition fordert vom Bundesrat Massnahmen, die das Bauernhofsterben stoppt. (Symbolbild)

Eine Petition fordert vom Bundesrat Massnahmen, die das Bauernhofsterben stoppt. (Symbolbild)

Keystone

«Jeder Hof zählt» – dies ist das Motto einer Petition der Kleinbauernvereinigung (VKMB), die sie am Montag zusammen mit Partnerorganisationen bei der Bundeskanzlei eingereicht hat. 13'367 Personen haben die Petition unterschrieben. Die Petitionäre fordern vom Bundesrat Massnahmen, «welche die vielfältigen Agrarstrukturen und den Erhalt der Bauernhöfe auch über den Generationenwechsel hinaus unterstützen», wie es in einer Mitteilung heisst.

Eine kleinstrukturierte, vielfältige Landwirtschaft sei nicht nur essenziell für die Biodiversität, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber Krisen und daher wichtig für eine sichere Versorgung. Dennoch schreite der Strukturwandel hin zu immer weniger, aber immer grösseren und stärker spezialisierten Betrieben fort, kritisiert die VKMB. Die Zahl der Bauernhöfe schrumpfe um bis zu zwei Prozent jährlich. In den letzten 40 Jahren habe sie sich mehr als halbiert. 2021 erreichte sie mit 48'864 Höfen einen neuen Tiefststand.

Konkret fordert die VKMB bessere Bedingungen für ausserfamiliäre Hofübergaben und einen besseren Zugang zu Land – auch für Menschen, «die nicht Gelegenheit haben, einen Betrieb innerhalb der Familie zu übernehmen». Ausserdem sollen kleinere Betriebe nicht länger benachteiligt werden und gemeinschaftliche Bewirtschaftungsformen einfacher möglich werden. (wap)