Neue Umfrage zeigt Bedenken gegenüber Contact-Tracing-App

Laut einer neuen Umfrage der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) würde zwar eine Mehrheit der Bevölkerung eine Contact-Tracing-App installieren, viele fürchten sich aber auch vor negativen Auswirkungen.

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Die Umfrage zeigt Bedenken bezüglich Datenschutz und Funktionstüchtigkeit einer Tracing-App auf.

Die Umfrage zeigt Bedenken bezüglich Datenschutz und Funktionstüchtigkeit einer Tracing-App auf.

Keystone

(agl) Die ZHAW hat in einer repräsentativen Umfrage landesweit 2000 Personen befragt. 68 Prozent hätten dabei angegeben, die App auf jeden Fall oder wahrscheinlich zu installieren, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Grundlage war das Szenario einer App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst, sondern via Bluetooth anonym längere Kontakte registriert und diese im Fall einer Ansteckung informiert.

Trotz der grossen Akzeptanz zeigt die Umfrage auch einige Bedenken auf. 40 Prozent der Befragten fürchten, dass der Staat die App für weitere Überwachung nutzen könnte. 39 Prozent haben Bedenken über die Funktionstüchtigkeit der App und dass diese beispielsweise Fehlalarme auslösen könnte. Fast ein Drittel sorgt sich, dass ihr Smartphone nach der Installation leichter gehackt werden könnte.

Transparenz schaffen und auf Sorgen eingehen

Es sei deshalb wichtig, bei der Einführung einer Contact-Tracing-App auf diese Sorgen einzugehen, schreibt die ZHAW. «So braucht es etwa Transparenz über die genaue Funktionsweise der App und über Massnahmen zur Wahrung des Datenschutzes», wird Michael Widmer, Dozent am Zentrum für Sozialrecht der ZHAW, in der Mitteilung zitiert.

Die ZHAW-Studie zeigt eine ähnliche Zustimmungsrate zum Contact-Tracing wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte, die letzte Woche veröffentlicht wurde. Zwei Drittel der Befragten waren für den Einsatz einer App, ein Drittel zeigte sich skeptisch.