Neue Städte-Statistik zeigt: Drei Viertel der Bevölkerung leben in der Agglomeration

Die Wohnbevölkerung wächst insbesondere im städtischen Raum. Mit diesem Wachstum sind auch zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen worden: Heute sind 4,1 Millionen Beschäftigte in der Agglomeration tätig.

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Vor allem rund um Zürich sind die Agglomerationen in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Vor allem rund um Zürich sind die Agglomerationen in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Keystone

(sku) Seit Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich die Zahl der Agglomerationen verdoppelt. Heute zählt die Schweiz 49 Agglomerationen, in denen 73 Prozent der über 8,5 Millionen Menschen ihr Zuhause haben. Im gesamten Raum mit städtischem Charakter kommt die urbane Schweiz auf einen Bevölkerungsanteil von 83 Prozent. Dies geht aus der diesjährigen Ausgabe der Schweizer Städte-Statistik des Schweizerischen Städteverbandes (SSV) und des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag hervor. Das BFS definiert als Agglomeration sowohl Kerngemeinden und Kernstädte als auch Gürtelgemeinden.

Wie aus der Statistik hervorgeht, spielt auch der Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle in der Agglomeration: Von 5,2 Millionen Beschäftigten im Schweizer Arbeitsmarkt sind 4,1 Millionen in den Agglomerationen zu finden. Knapp drei Viertel aller Arbeitsstätten befinden sich in den Agglomerationen. Allein die Gemeinden rund um Zürich beherbergen einen Sechstel der Schweizer Arbeitsstätten.

Das Wachstum der Bevölkerung in der Agglomeration zieht laut Statistik auch einen baulichen Zugang an Wohnungen nach sich. Allein zwischen 2000 und 2017 wurden laut BFS und SSV in den fünf grössten Agglomerationen etwa gleich viel Wohnungen gebaut wie im Rest der Schweiz. So stehen den Schweizerinnen und Schweizer im urbanen Raum mehr als 3,2 Millionen Wohnungen zur Verfügung, also rund 71 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz.