Neue Studie zeigt: Kantone bieten insgesamt 100'000 Plätze in Kindertagesstätten an

Die Kantone bieten in der Schweiz heute 100'000 Plätze in Kindertagesstätten an. Dies zeigt eine von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren in Auftrag gegebene Studie.

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(wap) Die Kantone hätten ihr Angebot an Kindertagesstätten in den letzten Jahren ausgebaut, schreibt die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) am Sonntag in einer Medienmitteilung. Schweizweit hätten die Kantone heute 3200 Einrichtungen mit 100'000 Plätzen in Betrieb. Die Zahlen seien im Auftrag der SODK vom unabhängigen Beraterbüro Ecoplan ermittelt worden, so die SODK.

Die Schweizer Kantone betreiben heute schweizweit 3200 Einrichtungen für die Fremdbetreuung von Kindern.

Die Schweizer Kantone betreiben heute schweizweit 3200 Einrichtungen für die Fremdbetreuung von Kindern.

Keystone

Nachdem die Kantone in den letzten Jahren mit Unterstützung des Bundes vor allem den Ausbau der Plätze vorangetrieben hätten, rücke nun die Qualität in den Vordergrund, schreibt die SODK. So wolle man das Vertrauen der Eltern gewinnen. Im Vordergrund stehe die Anzahl Betreuungspersonen pro Kindergruppe und die Ausbildung des Personals.

Arbeitgeber sollen sich an den Kosten beteiligen

Untersucht wurde in der Studie auch, wie die Angebote finanziert werden. In einigen welschen Kantonen beteiligten sich neben der öffentlichen Hand auch die Arbeitgeber. Der grösste Teil der Betreuungskosten gehe aber zulasten der Eltern. Im Vergleich zu den umliegenden Ländern seien die Elternbeiträge auch kaufkraftbereinigt hoch.

Die SODK fordert, dass die Beiträge reduziert würden, dies «um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern sowie die positive Wirkung der frühen Förderung besser ausschöpfen zu können.»