Nachruf
FDP-Urgestein Ulrich Bremi ist im Alter von 91 Jahren verstorben

Am Donnerstag ist der einflussreiche FDP-Politiker im Alter von 91 Jahren verstorben. Ulrich Bremi war ein Urgestein des Zürcher Wirtschaftsfreisinns.

Stephanie Handschin
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Nationalratspräsident Ulrich Bremi, FDP/ZH, liest 1991 in der Wandelhalle des Bundeshauses eine Zeitung.

Nationalratspräsident Ulrich Bremi, FDP/ZH, liest 1991 in der Wandelhalle des Bundeshauses eine Zeitung.

Archivbild: Michael Stahl/Keystone

Der Zürcher FDP-Politiker Ulrich Bremi ist am Donnerstag im Alter von 91 Jahren verstorben. Die Gemeinde Zollikon bestätigte gegenüber CH Media eine entsprechende Meldung der «NZZ».

Bremi war seit 1963 in der Politik. Gestartet hat er seine Karriere im Zürcher Kantonsrat. Später politisierte er im nationalen Parlament und sass von 1975 bis 1991 im Nationalrat. In seinem letzten Amtsjahr war er Nationalratspräsident und damit der höchste Schweizer.

Er war nicht nur politisch engagiert, auch in der Wirtschaft war er einflussreich. Seine Ausbildung machte er in der Metallarbeiterschule in Winterthur und an der ETH Zürich. Er war Leiter der Bauer AG, der heutigen Kaba-Gruppe, und wurde in den 1990er-Jahren Verwaltungsratspräsident der Swiss Re in Zürich sowie der Schaffhauser Georg Fischer AG. Er fungierte zeitweise auch als Verwaltungsrat der Flughafen-Immobilien-Gesellschaft in Kloten und war von 2005 bis 2008 Präsident der «ETH Zürich Foundation».

Bremi lebte zusammen mit seiner Frau Anja Bremi-Forrer, die 2018 verstarb, in Zollikon. Sie hinterlassen zwei Töchter.