«Missratene Vorlage»: Jägerinnen und Jäger wehren sich gegen das neue Jagdgesetz

Über 100 Jägerinnen und Jäger haben sich in einem Komitee zusammengetan, um sich gegen das neue Jagdgesetz zu wehren. Dieses bringe nur marginale Verbesserungen und schwäche den Artenschutz.

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Über 100 Jägerinnen und Jäger stellen sich öffentlich gegen das neue Jagdgesetz.

Über 100 Jägerinnen und Jäger stellen sich öffentlich gegen das neue Jagdgesetz.

Andrea Stalder

(agl) Das Komitee «Jäger für Artenschutz» stellt sich damit gegen den Jäger-Dachverband «JagdSchweiz», der sich im Befürworterkomitee für das revidierte Jagdgesetz einsetzt. «Die Mitglieder wehren sich dagegen, von Landwirten und Politikern für ihre Partikularinteressen instrumentalisiert zu werden», schreibt das Komitee am Donnerstag in einer Mitteilung.

Das revidierte Gesetz schwäche den Artenschutz, heisst es zudem auf der Komitee-Website. Für die Ausübung der Jagd sehe das neue Jagdgesetz keine substanziellen Änderungen vor, die jagdbaren Tierarten sowie ihre Schonzeiten blieben mit wenigen Ausnahmen unberührt. Da das Gesetz den jagdlichen Alltag kaum betreffe, sei es zudem unverständlich, «dass sich gewisse Jägerkreise an vorderster Front für das Gesetz einsetzen», heisst es weiter.

«Dass derart viele Jägerinnen und Jäger das Gesetz ablehnen, weist auch auf die schlechte handwerkliche Arbeit des Parlamentes hin», schreibt das Komitee weiter. Das aktuell geltende Jagdgesetz sei ein Jahrzehntelang bewährter Kompromiss, mit dem die Jägerschaft gut leben könne. Das neue Gesetz widerspreche derweil «allem, wofür die Schweizer Jägerschaft steht».

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