Militärküche
Weil Köche fehlen: Zahlreiche Rekruten werden neu per Catering verpflegt

Am Montag beginnt in der Armee wieder die Rekrutenschule. Um die jungen Männer und Frauen zu verpflegen, setzt die Armee neu vermehrt auf privates Catering. Denn die Truppenköche werden immer weniger.

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Der Schweizer Armee gehen die Köche aus. Diese setzt deshalb ab sofort vermehrt auf Catering.

Der Schweizer Armee gehen die Köche aus. Diese setzt deshalb ab sofort vermehrt auf Catering.

Symbolbild: Keystone

An acht Armeestandorten sorgen ab Montag nicht Armeeangehörige, sondern Caterer für das leibliche Wohl der Rekruten. Denn wie die Armee auf ihrer Website schreibt, fehlt seit einiger Zeit der Nachwuchs an Köchen und Köchinnen. Die Gründe für die schwierige Rekrutierung seien vielfältig. So gebe es immer weniger Lehrabgänger in der Lebensmittelbranche, zudem steige Anteil Frauen unter den Berufsköchen. Für sie ist der Militärdienst freiwillig. Dazu komme, dass viele Köchinnen und Köche heute keinen Schweizer Pass hätten, wie es im Online-Beitrag weiter heisst.

Wie die NZZ am Sonntag schreibt, rücken in der aktuellen Rekrutenschule statt der erforderlichen 315 Rekruten für Küchenfunktionen nur deren 219 ein. Es fehlt also rund ein Drittel des Nachwuchses. Insgesamt fehlten derzeit rund 70 Küchenchefs und 150 Truppenköche gegenüber dem Sollbestand.

Die Armee geht nicht davon aus, dass sich die Situation bald bessern wird. Denn auch der Rückgang der abgeschlossenen Gastro-Ausbildungen in der Coronakrise werde bald spürbar sein. Deshalb startet mit der aktuellen Rekrutenschule ein Pilotversuch. Rund 3000 Armeeangehörige werden von zivilen Caterern verpflegt. Die Menüs entsprechen dabei «genau den Vorgaben der Armee». Auch Essensausgabe und Abwasch fallen laut Website neu den Caterern zu. Für die Auswahl des Caterers ist der für den jeweiligen Standort verantwortliche Schulkommandant zuständig. (agl)

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