Mathias Reynard gibt seine Kandidatur für das SP-Präsidium auf

Nationalrat Mathias Reynard zieht seine Kandidatur für das Präsidium der SP Schweiz zurück. Er will sich auf seinen Heimatkanton Wallis fokussieren und dort für den Staatsrat kandidieren.

Drucken
Teilen
«Mein Herz schlägt für das Wallis», schreibt Nationalrat Mathias Reynard auf seiner Website und gibt die Kandidatur für das SP-Präsidium auf.

«Mein Herz schlägt für das Wallis», schreibt Nationalrat Mathias Reynard auf seiner Website und gibt die Kandidatur für das SP-Präsidium auf.

Keystone

(agl) Reynard will im kommenden Jahr den SP-Sitz im Walliser Staatsrat sichern und die Kandidatur für das SP-Präsidium aufgeben. Das gab er im Interview mit der Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» bekannt.

«Ich habe viel nachgedacht und diskutiert», schreibt der Nationalrat am Montag dazu auf seiner Website. Im «Brief an meinen Kanton» kommt er aber zum Schluss, dass er seine Kräfte künftig auf das Wallis und dessen Einwohnerinnen und Einwohner fokussieren will. «Ich glaube an ein modernes Wallis, offen und vielfältig», so Reynard. Er habe Lust, seine soziale Sensibilität und Solidarität im Regierungsrat einzusetzen.

Zwei weitere Kandidaturen

Reynard hatte sich gemeinsam mit Nationalrätin Priska Seiler Graf für die Nachfolge des abtretenden SP-Präsidenten Christian Levrat beworben. Die Wahl hätte eigentlich bereits im April stattfinden sollen, wurde aber aufgrund der Coronakrise auf den Oktober verschoben.

Parteipräsident Christian Levrat hat nach zwölf Jahren seinen Rücktritt angekündigt. Im Fokus standen bisher zwei Duos: Reynard und Seiler-Graf sowie die Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer, welche mit dem Aargauer Ratskollegen Cédric Wermuth zusammen kandidiert. Wie die SP im Februar mitteilte, wurde noch eine dritte Kandidatur eingereicht. Der 25-jährige Martin Schwab von der SP Nidau dürfte den Ausgang der Wahl über die Levrat-Nachfolge jedoch kaum beeinflussen können.