Lockerungen
Bundesrat ändert die Richtwerte, die für weitere Öffnungen nötig wären

Neu will der Bundesrat auf fünf Werte achten, die nötig sind, damit weitere Öffnungsschritte verantwortbar wären. Nicht mehr relevant ist die Positivitätsrate.

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Die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten ist für den Bundesrat einer der relevanten Richtwerte.

Die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten ist für den Bundesrat einer der relevanten Richtwerte.

Keystone

(mg) Am 14. April wird der Bundesrat entscheiden, ob der zweite Öffnungsschritt durchgeführt werden kann. Dann könnten unter anderem auch Beizer auf ihren Terrassen wieder wirten und auch an Hochschulen wäre wieder Präsenzunterricht möglich – erst am 19. März kam der Bundesrat zum Schluss, dass es derzeit noch zu früh wäre, um den aktuellen Teillockdown weiter zu lockern.

Jetzt hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Homepage die neuen Richtwerte publiziert, die für den Bundesrat erfüllt sein müssten, um diese Lockerungen im April möglich zu machen. Nicht mehr berücksichtigt wird die Positivitätsrate, da «diese im Rahmen der Ausweitung der Teststrategie in den nächsten Wochen an Aussagekraft und damit Bedeutung verlieren wird», wie es im Dokument heisst. Dafür gibt es zwei neue Kriterien: Die Hospitalisierungs- und Todesfallraten. Weitere Richtwerte sind der R-Wert, die 14-Tages-Inzidenz der Fälle und die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten.

Spielraum für Lockerungen

Klingt eigentlich nach einer Verschärfung. Wie die «NZZ »bemerkt hat, lassen die neuen Kriterien aber auch mehr Spielraum. Als Stichtag gilt neu nicht mehr der 1. März, als die Fallzahlen noch tiefer waren, sondern der 22. März. Ebenso gilt beim R-Wert nicht mehr der 7-Tagesschnitt, sondern der aktuellste Wert. Sprich: Bei einer raschen Erholung würden die älteren, schlechteren Werte hier keine Rolle spielen.

Bei all diesen Werten handelt es sich um Richtwerte und nicht um bindende Grenzwerte.