Landeskirchen fordern Evakuierung von minderjährigen Flüchtlingen

In einem Appell an den Bundesrat rufen die drei Landeskirchen dazu auf, die Gruppe der unbegleiteten Flüchtlinge, die einen familiären Bezug zur Schweiz haben, rasch mit ihren Familien in der Schweiz zu zusammenzuführen.

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Auf der griechischen Insel Lesbos leben Flüchtlinge mit Bezug zur Schweiz. (Symbolbild)

Auf der griechischen Insel Lesbos leben Flüchtlinge mit Bezug zur Schweiz. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Bisher seien unter den Flüchtlingen auf den griechischen Inseln nur etwa 20 unbegleitete Minderjährige mit einem verwandtschaftlichen Bezug zur Schweiz identifiziert worden. Die wahre Zahl läge jedoch viel höher, teilten die evangelisch-reformierte Kirche, die christkatholische Kirche und die Schweizer Bischofskonferenz am Gründonnerstag mit. Sie rufen den Bundesrat und die Politik dazu auf, die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden auf Lesbos und von anderen Fluchtorten rasch mit ihren Familien in der Schweiz zusammenzuführen. 

In den Flüchtlingslagern auf den Ägäisinseln fehle es an einer grundlegenden hygienischen Infrastruktur. Die Coronapandemie stelle daher eine verheerende Gefahr dar. «In dieser schwierigen Situation gibt aus christlicher Sicht die Osterbotschaft Hoffnung und Zuversicht», wird Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, in der Mitteilung zitiert. In diesem Sinne würden die Kirchen mit Kollekten und ihren Hilfswerken vor Ort helfen.