Initianten gegen Altersdiskriminierung verschieben wegen Corona-Virus Unterschriftensammlung

Eigentlich wollte ein Komitee ab Dienstag Unterschriften für seine Volksinitiative zum Schutz vor Altersdiskriminierung sammeln. Daraus wird vorerst nichts. Die Initianten haben den Startschuss wegen des Corona-Virus verschoben.

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Aus Sicht der Initianten werden ältere Menschen hierzulande immer wieder diskriminiert.

Aus Sicht der Initianten werden ältere Menschen hierzulande immer wieder diskriminiert.

Keystone

(rwa) «Das Alter ist kein Grund, schlechter behandelt werden.» Unter diesem Slogan wollte heute Dienstag ein Komitee mit der Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Schutz vor Altersdiskriminierung» beginnen. Das Corona-Virus macht den Initianten nun einen Strich durch die Rechnung.

Der gesundheitliche Schutz der sammelnden Menschen, insbesondere der Seniorinnen und Senioren, stehe an erster Stelle, schreibt die Allianz gegen Altersdiskriminierung in einer Mitteilung. Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus sei das Risiko aller Beteiligter zu gross. Der Startschuss für das Volksbegehren soll nun am 14. April fallen.

Verstösse sollen einklagbar sein

Hinter der Volksinitiative stehen unter anderem der Schweizerische Seniorenrat, der Schweizerische Gewerkschaftsbund, Travailsuisse, Humanrights.ch und die Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen.

Das Volksbegehren verlangt, dass Verstösse gegen das Diskriminierungsverbot im Privatrecht wie dem Arbeits- und Versicherungs einklagbar sind. Dieses ist zwar in der Bundesverfassung verankert, lässt sich aber nur auf das öffentliche Recht ableiten. Damit werde eine Lücke geschlossen, analog dem Gleichstellungs- und dem Behindertengesetz.