In Basel verliert Rot-Grün die Mehrheit in der Regierung

In Basel verliert die Linke ihre Mehrheit im Regierungsrat nach 16 Jahren. Auch Baschi Dürr von der FDP wird abgewählt. Profitieren können die Grünliberalen.

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Baschi Dürr (Mitte) verpasst die Wiederwahl in der Basler Regierungsrat.

Baschi Dürr (Mitte) verpasst die Wiederwahl in der Basler Regierungsrat.

Keystone

(mg) Heidi Mück, die im zweiten Wahlgang den vierten Sitz für Rot-Grün hätte retten sollen, wird nicht gewählt. Sie liegt nach Auszählung aller Stimmen knapp 8000 Stimmen hinter einem der drei ersten Plätze. Diese belegen Stephanie Eymann (LDP, 31‘925 Stimmen), Kaspar Sutter (SP, 29‘122 Stimmen) und Esther Keller (GLP, 28‘710 Stimmen). Damit sitzen in der siebenköpfigen Regierung nur noch drei linke Politiker.

Nach dem ersten Wahlgang hatte die grüne Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann ihren Verzicht erklärt. Sie begründete diesen mit ihrem schlechten Abschneiden. An ihrer Stelle nominierte das linke Bündnis Heidi Mück, die am linken Rand politisiert. Das hatte auch für Kritik in den eigenen Reihen gesorgt.

Seine Wiederwahl verpasst muss auch Baschi Dürr (FDP). Er liegt rund 1500 Stimmen hinter Keller. Bereit im ersten Wahlgang gewählt wurden Tanja Soland (SP), Lukas Engelberger (CVP), Conradin Cramer (LDP) und Beat Jans (SP). Jans dürfte auch neuer Regierungspräsident werden: Derzeit liegt er in einer separaten Wahl rund 3000 Stimmen vor Eymann.

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