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Greta wandert ans WEF – Bündner Regierung bewilligt Demo unter Auflagen

Die dreitägige Winterwanderung der WEF-Gegner von Landquart bis Davos kann mit gewissen Einschränkungen stattfinden. Die Bündner Regierung hat das Gesuch unter Auflagen bewilligt.

Reto Wattenhofer
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Aushängeschild der «Winterwanderung für Klimagerechtigkeit» ist die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Aushängeschild der «Winterwanderung für Klimagerechtigkeit» ist die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Archivbild: Key

Mehrere hundert Aktivisten wollen im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums WEF im bündnerischen Davos eine «Winterwanderung für Klimagerechtigkeit» durchführen. Mitlaufen soll auch die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Der Bündner Regierung bereitete das Vorhaben in den letzten Tagen Kopfzerbrechen. Am Mittwoch teilte sie nun mit, dass die Protestaktion unter Auflagen bewilligt wird.

Am letzten Tag dürfen die Aktivisten die Kantonsstrasse zwischen Klosters bis Davos nicht für eine Wanderung benutzen. Die Bündner Regierung macht sicherheitstechnische Gründe geltend. Die Kantonsstrasse sei die einzige Verbindung und fungiere auch als Rettungsachse. Zudem müsse mit einem hohen Verkehrsaufkommen gerechnet werden.

Die Organisation Strike WEF nehme den Entscheid der Bündner Regierung zur Kenntnis, wie sie in einer ersten Stellungnahme schreibt. Wenig Verständnis haben sie dafür, dass am dritten Tag zwischen Klosters und Davos der motorisierte Verkehr an das WEF Vorrang geniesst. Es sei erstaunlich, dass es in Davos Platz habe für 3000 WEF-Teilnehmer, aber nur für 300 Demonstranten.

Die Initianten wollen trotz der fehlenden Bewilligung versuchen, doch irgendwie zu Fuss von Klosters nach Davos zu gelangen. Alternativ bereiten sie eine Skitour von Klosters über den Wolfgangpass nach Davos vor.

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Barham Salih, Präsident Irak
Wolodimir Selenski, Präsident Ukraine
Ursula von der Leyen, Präsidentin EU-Kommission
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
Die Schweizer Bundesräte Viola Amherd, Guy Parmelin, Alain Berset, Simonetta Sommaruga, Ignazio Cassis, und Karin Keller-Sutter werden das WEF besuchen. Ueli Maurer bleibt gemäss Gästeliste fern.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin Deutschland
Mit im Gepäck hat Merkel ihre mögliche Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Royaler Besuch: Prinz Charles wird vor Ort sein.
Italiens Premierminister Giuseppe Conte
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz
Greta Thunberg, Klimaaktivistin
Fürst Albert II. von Monaco
Sanna Marin, Premierministerin Finnland
Han Zheng, Vizepräsident China
Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
Angel Gurria, Generalsekretär OECD
Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär
Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
Aleksandar Vucic, Präsident Serbien
Adrian Hasler, Präsident Liechtenstein (hier mit Alain Berset)
Der US-Finanzminister Steven Mnuchin
Der US-Handelsminister Wilbur Ross
Die US-Transportministerin Elaine Chao
Trumps Tochter Ivanka reist ebenfalls ins Bündnerland. Ihr Ehemann Jared Kuchner wird sie begleiten.
Der US-Demokrat und Umweltaktivist Al Gore reist ebenfalls ans WEF.

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Evan Vucci, AP

Die Wiederauferstehung des Anti-WEF-Protestes

Brennende Barrikaden. Im Jahr 2001 kam es zu einer Krawallnacht in Zürich.
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2002: Anti-WEF-Demo auf Ski in der Berner Altstadt.
2003: Kein Durchkommen. Eine Polizeieinheit sichert am 25. Januar 2003 die Bahngleise in Fideris Richtung Landquart.
Im Jahr 2004 gab es eine Demonstration gegen das WEF in Lugano.
2005: Weil Demonstrationen kaum mehr möglich sind, organisieren WEF-Gegner unter dem Moto «Dance out WEF» eine Tanzparade.
2006: In Basel demonstrieren rund 1500 Personen gegen das WEF.
2007: Ein Mann putzt nach WEF-Protesten in Basel die Fassade der UBS.
2003: Aktivisten tauschten Plakate in APG-Kästen aus. Ein offiziell aussehendes Plakat mit einem inoffiziellen Slogan.

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