Gesundheit
Wahl eines günstigen Spitals: Ständerat lehnt finanzielle Anreize für Patienten ab

Wer sich für ein günstiges Spital entscheidet, soll dafür finanziell nicht belohnt werden. Der Ständerat hält nichts von der Idee. Schon heute spiele der Wettbewerb zwischen den Spitälern.

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Der Ständerat sperrt sich gegen finanzielle Anreize bei der Spitalwahl. (Symbolbild)

Der Ständerat sperrt sich gegen finanzielle Anreize bei der Spitalwahl. (Symbolbild)

Keystone

Die neue Spitalfinanzierung erlaubt Patientinnen und Patienten die freie Spitalwahl. Allerdings unterscheiden sich die Kosten in und zwischen den Kantonen erheblich. Wer sich für ein günstiges Spital entscheide, sollte dafür finanziell belohnt werden, fordert die FDP in ihrer Motion. Ohne echte finanzielle Anreize habe die neue Spitalfinanzierung kaum einen Einfluss auf den «interkantonalen Patientenfluss», argumentiert die Partei.

Im Ständerat stiess das Ansinnen am Montag auf taube Ohren. Anders als der Nationalrat lehnte die kleine Kammer die Motion stillschweigend ab. Damit ist der Vorstoss erledigt. Zwar sei es richtig, die Wahlfreiheit zwischen den Spitälern zu stärken, erklärte Erich Ettlin (Die Mitte/OW) im Namen der Kommission. Allerdings könnten bereits heute Versicherungsmodelle angeboten werden, bei denen Versicherte ihr Wahlrecht auf bestimmte, kostengünstigere Leistungserbringer beschränken würden. (rwa)

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