Gerhard Pfister: «Das Potenzial einer Mitte-Partei ist grösser als das, was die CVP ausschöpfen kann»

Der CVP-Präsident begrüsst die Gespräche mit der BDP über eine neue Mitte-Partei. Ein Zusammenschluss mit der BDP biete durchaus Chancen für die Christdemokraten, über ihre Stammlanden herauszukommen.

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Ob es zu einem Zusammenschluss zwischen CVP und BDP komme, zeichne sich laut Gerhard Pfister bis Ende Jahr ab.

Ob es zu einem Zusammenschluss zwischen CVP und BDP komme, zeichne sich laut Gerhard Pfister bis Ende Jahr ab.

Keystone

(dpo) Es zeichnet sich ab, dass BDP und CVP eine neue Mitte-Partei gründen. In einem Interview gegenüber den Zeitungen von CH Media sagte BDP-Präsident Martin Landolt, dass er ein Mandat habe, um mit Gerhard Pfister offizielle Gespräche aufzunehmen. Der CVP-Präsident begrüsse diesen Schritt sehr, wie er der «Samstagsrundschau» von Radio SRF mitteilte: «Ich bin sehr gern bereit, mit Herrn Landolt darüber zu reden.» Man habe schon vor acht Jahren Gespräche mit der BDP geführt und er sei stets ein Befürworter von einer näheren Zusammenarbeit gewesen.

Unter welchen Bedingungen ein Zusammenschluss stattfinden würde, müsse man nun in den kommenden Monaten anschauen. «Bis Ende Jahr sollten wir wissen, ob es zu neuer Mitte-Partei kommt», so Pfister.

Eine Dachmarke auf nationaler Ebene

Von Interesse seien für die CVP insbesondere die Strukturen der BDP im Kanton Bern. Laut Pfister habe es die CVP nicht geschafft, im grösseren Ausmass aus seinen Stammlanden herauszukommen. «Das Potenzial einer Mitte-Partei ist grösser als das, was die CVP ausschöpfen kann». Ein Zusammenschluss mit der BDP biete sich durchaus als eine Chance dar.

Auf den Namen einer zukünftigen Mitte-Partei angesprochen meinte Pfister, dass man dies mit den Kantonalparteien diskutieren müsse. «Man kann sich Übergangslösungen vorstellen, wo die kantonale Autonomie respektiert wird und man auf nationaler Ebene eine Dachmarke kreiert.»