Furcht um Verlust persönlicher Freiheit steigt: In der Krise verändern sich die Sorgen

Mit dem Verlauf der Coronakrise verändert sich auch die Wahrnehmung in der Bevölkerung. Während die Sorge um das Gesundheitssystem abnimmt, nimmt die Furcht vor einem Verlust persönlicher Freiheiten zu. 

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Immer mehr Leute fürchten längerfristige Einbussen in der persönlichen Freiheit. (Symbolbild)

Immer mehr Leute fürchten längerfristige Einbussen in der persönlichen Freiheit. (Symbolbild) 

 Urner Zeitung

(agl) Dies zeigt die dritte Befragung, die die Forschungsstelle Sotomo in der Coronakrise im Auftrag der SRG durchgeführt hat. An erster Stelle steht in der Bevölkerung jedoch nach wie vor die Sorge vor einer Wirtschaftskrise, wie es in der am Donnerstag publizierten Studie heisst. Derweil nimmt die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ab, wie die Umfrage zeigt. Ende März befürchteten noch fast 60 Prozent eine Ansteckung, Anfang Mai sind es 39 Prozent. 

Während 36 Prozent der insgesamt 32'485 Befragten die Lockerungen des Bundesrats genau richtig finden, finden 42 Prozent das Vorgehen eher überhastet. Den restlichen rund 20 Prozent geht es eher zu langsam. «Da es Unzufriedene auf beiden Seiten gibt, erscheinen die Massnahmen gewissermassen als mehrheitsfähiger Kompromiss», heisst es im Sotomo-Bericht.

Die grösste Skepsis gibt es gemäss der Umfrage gegenüber den Öffnungen der Schulen und der Gastronomie. So geben auch nur ein Fünftel der Befragten an, nach den Öffnungen am 11. Mai wieder gleich viel in Restaurants oder Bars zu gehen wie vor der Krise. 52 Prozent wollen zudem weiterhin deutlich weniger den öffentlichen Verkehr nutzen. 

Die Umfrage zeigt weiter, dass die Befragten im Allgemeinen nicht beabsichtigen, geplante Ferien im Ausland einfach durch längere Ferien in der Schweiz zu ersetzen. Viele planen stattdessen Kurztrips oder Tagesausflüge in der Schweiz oder wollen einfach zu Hause bleiben.