Freiburger Kantonsregierung will mehr Stellplätze für einheimische Fahrende

Der für die Freiburger Jenischen vorgesehene Standplatz in Hauterive erhält mehr Stellplätze. Sie sollen einheimischen Fahrenden zur Verfügung stehen, erklärt die Kantonsregierung.

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Die Schweizer Kantone müssen Jenischen und anderen Fahrenden Stellplätze zur Verfügung stellen. (Symbolbild)

Die Schweizer Kantone müssen Jenischen und anderen Fahrenden Stellplätze zur Verfügung stellen. (Symbolbild)

Benjamin Manser

(wap) Freiburg will den Standplatz für Fahrende von Châtillon in Hauterive verdichten. Dessen Kapazität werde per Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres erhöht, schreibt die Kantonsregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage Vertretern von SP und SVP. Der Standplatz wird an Jenische aus dem Kanton Freiburg vermietet. Deren demografische Situation mache die Kazitätserweiterung nötig, so der Staatsrat. Mit der Verdichtung werde es möglich, dass bestimmte Stellplätze ein zweites Wohnmobil oder einen zusätzlichen Wohnwagen aufnehmen könnten.

Die Kapazitätserhöhung des Standplatzes in Châtillon für die Freiburger Jenischen folgt auf den Ausbau des Rastplatzes «La Joux-des-ponts». Letzterer wird von ausländischen Fahrenden genutzt. Dazu ziehe die Kantonspolizei eine positive Bilanz der ersten Betriebssaisons, führt der Staatsrat in seiner Antwort weiter aus. Dieser Platz werde mittlerweile rege genutzt und habe die Bildung von «wilden Lagern» im Kanton verhindert. «Es sind keine Beschwerden eingereicht worden oder grössere Störungen der öffentlichen Ordnung aufgetreten», heisst es in der Regierungsantwort. Auch die Gemeinde hat keine Probleme gemeldet.

Der Kanton Freiburg hatte sich an der Erstellung des 2,5-Millionen Franken teuren Rastplatzes mit 700'000 Franken beteiligt. Den Grossteil der Kosten trug der Bund. Die Bundesverfassung schützt das Recht der Fahrenden auf Stellplätze. Damit soll die fahrende Lebensweise geschützt werden.