Flüchtende
Asylgesuche liegen weiterhin «deutlich unter dem langjährigen Mittel»

850 Menschen haben im April in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine massive Zunahme, gegenüber dem Vormonat dagegen ein Rückgang.

Merken
Drucken
Teilen
Zimmer in einem Bundesasylzentrum: Im Vergleich zum Vorjahresmonat registrierte die Schweiz im April wieder mehr Asylsuchende. (Symbolbild)

Zimmer in einem Bundesasylzentrum: Im Vergleich zum Vorjahresmonat registrierte die Schweiz im April wieder mehr Asylsuchende. (Symbolbild)

Keystone

518 Asylgesuche mehr als im Vorjahr sind im April eingegangen – nämlich 850. Allerdings ist der April 2020 eine schlechter Vergleichswert: Damals waren die Grenzen fast überall in Europa geschlossen und der Lockdown legte das öffentliche Leben lahm. Gegenüber dem Vormonat gingen die Gesuche sogar zurück: Im März stellten 91 Menschen mehr ein Asylgesuch in der Schweiz. Der aktuelle Wert bleibe «deutlich unter dem langjährigen Mittel», schreibt das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag.

Die meisten Gesuchsteller und Gesuchstellerinnen gaben an, dass sie aus Afghanistan (158 Gesuche), Eritrea (140 Gesuche) und der Türkei (83 Gesuche) stammen. Insgesamt wurden im April 1209 Asylgesuche erledigt. «Dabei wurden 279 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 242 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 397 Personen erhielten Asyl und 265 wurden im Rahmen der erstinstanzlichen Erledigungen vorläufig aufgenommen», schreibt das SEM. 230 Personen mussten die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat zurückgeführt. (mg)