Erste Auslandsreise seit Corona: Sommaruga reist in die Ukraine

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga reist nächste Woche zu einem Staatsbesuch in die Ukraine. Es geht um eine engere Zusammenarbeit und den Konflikt in der Ostukraine.

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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga reist nächste Woche zu verschiedenen Gesprächen in die Ukraine.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga reist nächste Woche zu verschiedenen Gesprächen in die Ukraine.

Sandra Ardizzone

(agl) Am nächsten Dienstag wird die Bundespräsidentin den Ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in der Hauptstadt Kiew zum Gespräch treffen und mit ihm über die bilaterale Zusammenarbeit sprechen, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Montag mitteilte. Zudem stünden mehrere Anlässe zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch auf Sommarugas Programm.

Am Mittwoch sind gemäss der Mitteilung Gespräche mit Fachministern und Vertretern der ukrainischen Zivilgesellschaft geplant. Auch diese Gespräche sollen zeigen, in welchen Bereichen eine engere Zusammenarbeit möglich wäre. Am letzten Tag der Reise wird die Bundespräsidentin noch in den Osten der Ukraine reisen. Geplant seien dort unter anderem Gespräche mit lokalen Behörden sowie humanitären und entwicklungspolitischen Experten zur aktuellen Situation.

«Eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine ist ein Schwerpunkt der Schweizer Friedenspolitik», schreibt das Uvek. Seit der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 reissen die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland nicht ab. In den Gebieten Donezk und Luhansk kämpfen Truppen der Regierung gegen von Russland unterstützte Separatisten. Die Schweiz leistet gemäss der Uvek-Mitteilung als fünftwichtigste Gebernation humanitäre Hilfe in der Ukraine und ist auch mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Friedensprozess beteiligt.