Erneuter Knatsch beim Kinderschutz Schweiz – Geschäftsführerin entlassen 

Die Stiftung Kinderschutz Schweiz hat seine Geschäftsführerin freigestellt. Als Grund für die Kündigung wurde ihr Führungsstil genannt. Bereits in der Vergangenheit gab es Reibereien an der Spitze der Stiftung.

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Die Stiftung Kinderschutz Schweiz setzt sich für den Schutz, die Würde, und Rechte der Kinder ein. (Symbolbild)

Die Stiftung Kinderschutz Schweiz setzt sich für den Schutz, die Würde, und Rechte der Kinder ein. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Trennung erfolgte bereits letzten Herbst, wurde bisher aber nicht publik. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hätte die Geschäftsführerin innert wenigen Stunden ihr Büro räumen müssen. 

Gemäss André Woodtli, Vizepräsident des Stiftungsrats und Vorsteher des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich, hätte ausschliesslich das Führungsverhalten den Ausschlag für die Trennung gegeben: «Inhaltlich waren wir mit ihrer Arbeit sehr zufrieden.» Zu den Gründen für ihre Freistellung wollte sich die Geschäftsführerin gegenüber der «NZZ am Sonntag» nicht äussern.

Die bis zum Ende der Kündigungsfrist bezahlte Geschäftsführerin war zwei Jahre im Amt und hatte erfolgreich eine Kampagne zur gewaltfreien Erziehung auf die Beine gestellt. Als sie die Stelle 2017 übernahm, befand sich die gemeinnützige Stiftung in einer Krise. Interne Differenzen hatten dazu geführt, dass die damalige Geschäftsleiterin kündigte. Danach hatten 7 von 17 Angestellten in Bern ebenfalls gekündigt.

Woodtli widerspricht in der «NZZ am Sonntag» Gerüchten, wonach Stiftungsratspräsidentin Yvonne Feri wegen persönlicher Animositäten mit der Geschäftsführerin durchgegriffen habe. Die Aargauer SP-Nationalrätin ist seit dem Frühling 2016 Präsidentin der Stiftung, die mit zahlreichen öffentlichen und privaten Institutionen zusammenarbeitet.