Erdbebenschutz
Bericht zeigt: Trotz Montageabweichung war Kernkraftwerk Beznau sicher

Obwohl es an zwei von sechs Notstromdieseln des Kernkraftwerks Beznau (KKB) Montageabweichungen gab, war es sicher und gegen Erdbeben geschützt. Das zeigt ein neuer Bericht.

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War trotz Abweichungen in der Montage vor Erdbeben geschützt: das Kernkraftwerk Beznau.

War trotz Abweichungen in der Montage vor Erdbeben geschützt: das Kernkraftwerk Beznau.

Keystone

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI erhöhte im Nachgang zur Atomkatastrophe in Fuskushima die Anforderungen an den Erdbebenschutz aller Schweizer Kernkraftwerke. Diese wurden vom KKB erfüllt. Allerdings zeigte sich 2020, dass es an den Notstromdieseln vorübergehend Montageabweichungen gab – die formalen Anforderungen für den Fall eines Erdbebens waren damit nicht vollständig erfüllt. Dies betraf den Zeitraum von April bis Mai 2012. Da im Juni zwei nachgerüstete Dieselgeneratoren in Betrieb genommen wurden, waren die Vorgaben gemäss Behörden somit wieder erfüllt.

Nun hat das ENSI seinen Bericht zur zweimonatigen Montageabweichung veröffentlicht. Es kommt darin zum Schluss, dass das KKB trotzdem sicher und gegen Erdbeben geschützt war. Das teilte die KKB-Betreiberin Axpo am Mittwoch mit und betonte, dass der Erdbebenschutz in den zwei betroffenen Monaten gleich hoch gewesen sei, wie in den Monaten und Jahren zuvor.

Weiter habe das ENSI dem Atomkraftwerk dank verschiedener Nachrüstungen und weiterer Massnahmen eine «sehr hohe Erdbebensicherheit» anerkannt. Gemäss eigenen Angaben hat die Axpo in den letzten Jahrzehnten rund 2,5 Milliarden Franken in die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Anlage investiert. Das KKB analysierte zudem die Gründe, weshalb die Abweichung nicht entdeckt worden ist und setzte verschiedene Massnahmen wie zusätzliche Checks um. Auch werden bestehende Prozesse analysiert und allenfalls angepasst, wie es weiter heisst. (abi)