Energiewende
Nationalratskommission will Fördergelder für erneuerbare Energien verlängern

Betreiber von Windkraftanlagen, Kleinwasserkraftwerken oder Photovoltaikanlagen sollen nur 40 Prozent ihrer Investitionskosten selber tragen müssen. Der Rest soll vom Bund finanziert werden.

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Der Bund soll Investitionen für Energieanlagen grösstenteils übernehmen: Bau eines Windparks im Gotthardgebiet. (Symbolbild)

Der Bund soll Investitionen für Energieanlagen grösstenteils übernehmen: Bau eines Windparks im Gotthardgebiet. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Auch nach Auslaufen der Einspeisevergütung sollen erneuerbare Energien wie Biogas, Kleinwasserkraft, Wind, Geothermie und grosse Photovoltaikanlagen weiter mit Bundesgeldern unterstützt werden. Dies verlangt eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Bastien Girod (Grüne/ZH), der die beiden zuständigen Kommissionen des National- und Ständerates bereits Folge gegeben haben. Die Kommission für Umwelt,
Raumplanung und Energie des Nationalrats (UREK-N) hat nun genauer definiert, wie diese Förderung aussehen soll. Dies meldeten die Parlamentsdienste am Dienstag.

Demnach will die Kommission den Bau derartiger Anlagen mit Investitionsbeiträgen von bis zu 60 Prozent unterstützen. Das grösste Potenzial bestehe nach Ansicht der Kommission bei Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch, für die es bisher nur Investitionsbeiträge in der Höhe von maximal 30 Prozent gebe, so die Mitteilung.

Mit den Investitionsbeiträgen sollen auch Wasserkraftanlagen gefördert werden, dies ab einer Leistung von einem Megawatt. Grosse Wasserkraftwerke sollen zudem weiterhin von der Marktprämie profitieren können. Diese hätte 2022 auslaufen sollen, könnte nun aber nach Vorstellung der Kommission bis 2031 verlängert werden. Weiter unterstützt die Kommission eine Motion von Ständerat Daniel Fässler (Mitte/AI), die Bundesgelder für Biogasanlagen nicht nur für die Stromerzeugung, sondern auch für Wärmeversorgung und die Produktion von Bio-Treibstoff verlangt.

Offen lässt die Kommission noch, wie und in welchem Umfang sie die Grosswasserkraft fördern will. Dies soll in einer nächsten Sitzung präzisiert werden, heisst es. Die Vorlage soll im Sommer ins Parlament kommen.

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