Ein weiterer Schritt in Richtung Super-Gemüse – Bund bewilligt freien Anbau von gentechnisch verändertem Mais

Die Universität Zürich will prüfen, wie sich die Resistenz von gentechnisch veränderten Pflanzen gegen Pilzerkrankungen auf dem freien Feld verhält. Das Bundesamt für Umwelt hat heute die dafür nötige Bewilligung erteilt – aber nur unter strengen Auflagen.

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Wie verhält sich gentechnisch veränderter Mais auf freiem Feld? Das will die Universität Zürich testen. (Symbolbild)

Wie verhält sich gentechnisch veränderter Mais auf freiem Feld? Das will die Universität Zürich testen. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Die Universität Zürich darf den Versuch wagen: Heute hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein Gesuch für die versuchsweise Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais von 2020 bis 2023 bewilligt, wie der Bund mitteilt. Der Versuch ist aber an strenge Auflagen geknüpft: Damit sich die veränderten Pflanzen nicht ausserhalb des Versuchsgeländes verbreiten, muss die Universität Zürich diverse Massnahmen treffen.

So müssen etwa die männlichen Blüten der Maispflanzen entfernt werden, damit Honigbienen nicht gentechnisch veränderte Pollen sammeln. Zudem muss die Universität Zürich dem BAFU jedes Jahr vor der Aussaat die Grösse ihrer Versuchsflächen mitteilen.

Ziel des Versuchs ist es nun, herauszufinden, wie sich die gentechnisch veränderten Pflanzen auf freiem Feld verhalten. Dazu wurde dem Mais ein Weizen-Resistenzgen gegen Pilzkrankheiten eingebracht. Die Universität Zürich will dabei insbesondere abklären, ob die Resistenz gegen Pilzkrankheiten auch unter Feldbedingungen wirkt.

Der Versuch dient hauptsächlich der Erforschung von Biosicherheitsaspekten von gentechnisch veränderten Pflanzen im freien Feld. Der «Super-Mais» wird auf der «Protected Site» am Standort Reckenholz der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope angepflanzt.