Aufforderungen zeigen Wirkung: Leere Strassen statt Osterstau vor dem Gotthard

Die Tessiner Behörden zeigen sich zufrieden mit der Reduktion des Reiseverkehrs über Ostern. Die Polizei will aber weiterhin Kontrollen durchführen.

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Leere Strassen vor dem Gotthard-Nordportal am Karfreitag.

Leere Strassen vor dem Gotthard-Nordportal am Karfreitag.

Keystone

(mg) Die eindringlichen Aufforderungen über Ostern, nicht ins Tessin zu reisen, haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Transitverkehr sei im Gegensatz zur Vorjahresperiode um 90 Prozent zurückgegangen, gaben die Tessiner Behörden an einer Medienkonferenz bekannt.

Das sieht man auch eindrücklich, wenn man die Bilder der Webcams beim Gotthard-Strassentunnel anschaut: Die Strassen sind bis auf vereinzelte Fahrzeuge leer. In den Vorjahren staute sich zu gleicher Zeit der Osterverkehr jeweils auf mehrere Kilometer vor dem Nordportal. In Uri hatte die Kantonspolizei einen Kontrollplatz eingerichtet, auf dem sie Autofahrer anhält und versucht, sie von der Weiterreise in das Tessin abzuhalten. Allerdings nur als Empfehlung. 

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Vor einem Jahr staute sich eine Blechlawine am Gotthard. (Bild: Alexandra Wey / Keystone)

Tessiner Gesundheitssystem weiterhin stark gefordert

Die Tessiner Behörden gaben gleichzeitig bekannt, dass sie weiterhin Kontrollen im ganzen Kanton durchführen. Das Hauptaugenmerk gelte dabei der verbotenen Gruppenbildung. Dies sei nötig, weil das Tessiner Gesundheitssystem wegen des Coronavirus immer noch stark unter Druck stehe. Insgesamt zählt das Tessin 2776 positive Coronafälle, derzeit befinden sich 68 Personen auf der Intensivstation, 62 sind intubiert. Das Tessin beklagt 227 Corona-Todesfälle, 8 davon in den letzten 24 Stunden, wie der Kanton am Karfreitag in einer Mitteilung schreibt. 

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