CSS-Chefin Philomena Colatrella warnt vor Verschlechterungen für Krankenversicherte

Eine jährliches Kostenziel, wie es Bundesrat Berset vorgeschlagen hat, dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Eingriffe verschoben würden, sagte Colatrella in einem Interview mit Radio SRF 1.

Drucken
Teilen
CSS-CEO Philomena Colatrella äusserte sich im Radio kritisch zu Alain Bersets Gesundheitsreform.

CSS-CEO Philomena Colatrella äusserte sich im Radio kritisch zu Alain Bersets Gesundheitsreform.

Dominik Wunderli

(wap) Bis jetzt habe die freiheitliche Ordnung bei der Krankenversicherung gut funktioniert, sie zu ändern, werde schwierig, sagt Philomena Colatrella, CEO der CSS, in einem Interview mit Radio SRF 1. Bereits 2012 habe man versucht, mit der Managed Care-Vorlage an der freien Arzt- und Spitalwahl zu rütteln. «Das ist eine Hürde, vor der die Prämienzahler Respekt haben», sagte Colatrella.

Ablehnend äusserte sich die CSS-Chefin gegenüber staatlich vorgegebenen Kostenzielen, wie sie die Reform von Gesundheitsminister Alain Berset vorsieht. Diese könnten dazu führen, dass Spitäler wegen des Kostendachs Eingriffe verschieben müssten. «Das wollen wir auf keinen Fall», sagte Colatrella. Die Grundversicherungsleistungen müssten immer garantiert sein.