Crypto-Affäre: Die GPDel übernimmt den Lead bei den Ermittlungen

Die Untersuchungen zur Crypto-Leaks-Affäre werden zusammengefasst. Neu steht die Untersuchung von alt-Bundesrichter Niklaus Oberholzer unter der Federführung der Geschäftsprüfungsdelegation.

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Der Hauptsitz der Crypto AG in Zug.

Der Hauptsitz der Crypto AG in Zug.

Keystone

(mg) Im Interesse einer raschen und effizienten Aufklärung der Angelegenheit habe man entschieden, dass die Abklärungen von alt-Bundesrichter Niklaus Oberholzer zur Crypto AG unter der Federführung der Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) fortgesetzt werden. Das schreibt die GPDel in einer Mitteilung vom Mittwoch. Oberholzer war zuvor vom Bundesrat mit der Untersuchung beauftragt worden.

Bisherige Abklärungen hätten gezeigt, dass ein Nebeneinander mehrerer Untersuchungen mit unterschiedlichen Auftraggebern nicht zielführend sei, so die GPDel. Bislang habe die Geschäftsprüfungsdelegation bereits vier Sitzungen mit Anhörungen zur Crypto-Leaks-Affäre durchgeführt. Auch eine Aussprache mit Bundesrätin Viola Amherd habe stattgefunden.

Die Crypto AG soll im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA und des deutschen Bundesnachrichtendienstes seit den 1970er-Jahren Chiffriergeräte so manipuliert haben, dass trotzdem abgehört werden konnten. Gegenstand der Untersuchung der GPDel ist vor allem, was die offizielle Schweiz von diesen Manipulationen wusste. Auch ist immer noch die Forderung nach einer PUK hängig.