Corona-politik
«Wir haben genug»: Gewerbeverband fordert Ende des Lockdowns auf 1. März

Der Teil-Lockdown verursache hohe Kosten für die KMU. Deshalb fordert der Gewerbeverband SGV eine Öffnung der Geschäfte auf den 1. März. Zudem müsse der Bund seine Test- und Impfstrategie ausweiten.

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Hans-Ulrich Bigler vom SGV kritisiert die Corona-Politik der Landesregierung. (Archivbild)

Hans-Ulrich Bigler vom SGV kritisiert die Corona-Politik der Landesregierung. (Archivbild)

Keystone

(dpo) Der Schweizerische Gewerbeverband SGV habe in den letzten Monaten zahlreiche Rückmeldungen von den KMU zur heutigen Corona-Politik erhalten. Der Tenor sei dabei eindeutig: «Wir haben genug», zitierte Hans-Ulrich Bigler, Direktor des SGV, einen Unternehmer an der Medienkonferenz vom Dienstag.

«Die Lage ist düster, wir brauchen dringend eine Perspektive», sagte Bigler weiter. Er ging vor allem mit der Corona-Politik des Bundesrates hart ins Gericht. Diese basiere nicht auf Fakten, sondern auf Szenarien. Dabei ginge der Bundesrat stets vom schlimmsten Szenario aus, so Bigler. «Die Kommunikationspolitik des Bundes ist von Alarmismus geprägt.» Der Direktor kritisierte vor allem das «mediale Vorpreschen eines einzelnen Bundesrates» als Machtkalkül.

Ende des Teil-Lockdowns per 1. März gefordert

Die derzeitige Strategie der Landesregierung sei zum Scheitern verurteilt, sagte Mitte-Nationalrat und Präsident des SGV, Fabio Regazzi. «Der Gewerbeverband fordert die Beendigung des Lockdowns auf den 1. März.» Die Wirtschaft habe Schutzkonzepte, die flächendeckend seien und sich bewährt hätten, so der Tessiner Politiker.

Die Vertreter des Gewerbeverbandes fordern vom Bund eine Rückkehr zur «Logik des gezielten Schutzes» mit besonderem Augenmerk auf exponierte Bevölkerungsgruppen. Dazu gehöre auch, dass der Bundesrat sein Impfprogramm rascher umsetze und das Testen intensiviere.

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